Tennislehrer aus Münster in Tirol

Für flinke Füße

Für flinke Füße

am Jul 5, 2015

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Die Beinarbeit ist im Tennis mindestens genau so wichtig, wie Technik, Taktik und Spielwitz. Daher sollte die Beweglichkeit und Sprintqualität immer wieder mit einfachen Übungen trainiert werden.

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Potato Picking

„Potato Picking“ ist ein Klassiker unter den Übungen, die die Beweglichkeit und die Sprintfähigkeit trainieren. Auf den ersten Blick wirkt sie eigentlich harmlos: Fünf Bälle müssen auf einer Platzhälfte an charakteristischen Punkten auf dem Platz (z.B. an den Treffpunkten zweier Linien) verteilt und danach wieder eingesammelt werden. Ausgangspunkt ist der Tennisschläger am Mittelzeichen der Grundlinie, auf dessen Bespannung fünf Bälle liegen. Nach der Übung müssen sich die fünf Bälle genau dort wieder befinden. In der Zwischenzeit geht es rund: Bei jedem Ball muss man sich tief bücken – fast so wie bei der Kartoffelernte. Die Strecken zwischen Schläger und den Positionen der Bälle muss im Höchsttempo zurückgelegt werden. Der Coach kann auch Kommandos zurufen, so dass sich plötzlich die Reihenfolge ändert oder man rückwärts laufen muss. Dies ist dann zwar besonders hart, aber gut für die Koordination.

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Achterlauf

Hier werden die oft erwähnten „kleinen Schritte“ trainiert. Der Spieler muss zwei nebeneinander platzierte Hütchen oder Bälle (Abstand etwa ein Meter) mehrfach in Form einer Acht umrunden. Dabei sollte man ordentlich Vollgas geben und zwischen normalen Vorwärtsschritten und Side-Steps wechseln. Der Vorteil der Übung ist, dass man sie auch abseits des Platzes durchführen kann. Sie eignet sich dafür, vor einem Match warm zu werden und ein Gefühl für die Beine zu bekommen. Die Übung kann natürlich auch mit dem Schläger in der Hand durchgeführt werden.

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Pyramiden-Drill

Der Coach steht vorne am Netz und spielt fiese Bälle abwechselnd auf die Vor- und Rückhandseite. Er platziert sie nah an den Seitenauslinien. Fast jeder Ball muss aus dem Doppelkorridor zurückgespielt werden. Die Schläge müssen lang und kraftvoll sein. Es reicht nicht, den Ball einfach nur reinzuspielen. Das heißt: Jeder Ball muss gut ausgelaufen werden – egal wie schwer er zu erreichen ist. Der Drill wird „Pyramide“ genannt, weil es nach und nach immer mehr Bälle in Serie sind, die der Spieler erlaufen muss. Gestartet wird mit acht Bällen, danach mit zwölf. Erst bei 20 Bällen endet die Übung und der Spieler ist an der Spitze der Pyramide angekommen.

Dreieckslauf

Von der Rückhandecke aus sprintet der Spieler in die Vorhandene, in die der Coach einen langen Ball spielt, den der Spieler als Winner aus vollem Lauf in der gegnerischen Platzhälfte versenkt, Direkt im Anschluss folgt ein Stopp auf der Rückhandseite, der der Spieler erlaufen muss. Danach geht es zurück zur Ausgangsposition. Die Übung verdeutlicht einem jedesmal, wie groß ein Tennisplatz eigentlich ist. Die Übung sollte acht Mal hintereinander wiederholt werden. Während der Sprints zu den Bällen muss der Spieler schnell Tempo aufbauen, um es nach den Treffpunkten wieder genauso zügig zu drosseln. Das ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Tennis.

Fotos: Samuel Thurner

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