Tennislehrer aus Münster in Tirol

Power und Stabilität dank Medizinball-Training

Power und Stabilität dank Medizinball-Training

am Jun 26, 2019

Sie hatten schon länger keinen Medizinball mehr in den Händen? Dann wird es Zeit! Denn der Medizinball gehört nicht nur zu den absoluten Klassikern unter den Fitnessgeräten, sondern er ermöglicht auch ein gutes, funktionelles Training – speziell auch für Tennisspieler. Und Übungen mit dem Medizinball bringen auch Spaß, Abwechslung und Action in ein Work-out. Ein Medizinball eignet sich nicht nur als willkommenes Zusatzgewicht bei klassischen Übungen wie Kniebeugen, sondern ist auch als instabiler Untergrund bei statischen Stützübungen oder Liegestützen einsetzbar. Er lässt sich zudem werfen, stoßen und fangen.

Für bessere Stabilität

Wer die Stabilität trainieren möchte, kann den Medizinball in beiden Händen vor den Körper oder über den Kopf strecken und Sidesteps machen. Dies fördert eine stabile Rumpf- und Beinmuskulatur. Die Sidesteps sollten dabei relativ breitbeinig erfolgen. Der Rücken bleibt wie die Arme zeitgleich gestreckt. Und es darf auch brennen!

Medizinballschläge

Mit einem Medizinball kann man aber auch perfekt dynamische Übungen ausführen, die insbesondere den Rumpf stärken und stabilisieren. An der Grundlinie einfach zwei Hütchen im Abstand von zwei bis drei Metern aufstellen und der Spieler durchläuft sie in Form einer Acht mit schnellen Sidesteps. Der Trainer wirft dabei den Medizinball zunächst nur auf die Rückhandseite zu. Der Ball muss gefangen werden, wobei der Bewegungsablauf dem einer normalen Rückhand entsprechen sollte. Wichtig: Das Zurückwerfen erfolgt weniger mit der Kraft der Arme – sondern durch die Rotation des Oberkörpers. Nach fünf bis sieben Durchgängen wird gewechselt. Im Anschluss daran ist die Vorhandseite dran.

Für krachende Gewinnschläge
Noch mehr Oberkörperrotation und für krachende Gewinnschläge aus dem Halbfeld kann man etwa zwischen Grundlinie und T-Linie im selben Abstand drei Hütchen aufstellen. Jedes von ihnen wird auf Sandplätzen „angerutscht“, dann muss der Medizinball gefangen und gleich wieder mit Schwung und nach vorne gerichteter Bewegung zurückgeworfen werden. Nach jedem Wurf geht es zurück an die Grundlinie, bis alle drei Positionen im Feld absolviert sind. Nach zwei bis drei Durchgängen auf der Rückhand wird die gleiche Übung auch für die Vorhand durchgezogen. Wichtig: Kontrollierte und präzise Bewegungsabläufe.

Fang den Ball

Ein Medizinball bietet sich aber auch – wie jeder andere Ball – für eine Übung zur Verbesserung der Koordination und Reaktionsschnelligkeit. Der Schützling und der Trainer stehen sich mit ausgestreckten Armen gegenüber. Beide sind in den Knien leicht gebeugt. Nun lässt der Trainer den Ball fallen und der Schützling muss ihn fangen, bevor er den Boden berührt.  Der Trainer darf dabei natürlich antäuschen und seinen Gegenüber verladen. Die Übung geht natürlich auch mit zwei Tennisbällen. Königsdisziplin: beide Bälle gleichzeitig oder leicht versetzt fallen lassen. Wer dann noch beide sicher auffängt, ist ein Koordinationskönner.

Fotos: Samuel Thurner

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